UNTER DER FAHNEN DER ZEIT
ein Projekt mit zwei 12. Klassen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (ESBZ)
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2026 - Die (n)olympia Stadt
Künstlerinnen: Paula Vidal und Valeria Schwarz
Lehrerinnen: Marie Kirchner und Iris Musolf
Olympische Spiele sind für Gastgeberstädte immer auch eine Gelegenheit, sich der Welt zu präsentieren. Der öffentliche Raum wird bewusst gestaltet und visuell kuratiert: Straßen, Plätze und Gebäude werden zu einer Bühne, auf der bestimmte Werte und Begriffe inszeniert werden. 1936 formten die Nationalsozialisten Berlin zu einer monumentalen Kulisse, die Macht, Ordnung und Größe ausstrahlen sollte. Ausgangspunkt für das Projekt mit den zwei Klassen war diese historische Inszenierung verbunden mit der Frage, welche Werte und Bilder Berlin vermitteln sollte, wenn die Stadt 2036 erneut Austragungsort der Olympischen Spiele wäre? In einem interdisziplinären Prozess entwickelten die Schüler*innen eigene Visionen einer offenen, vielfältigen und demokratischen Stadt. Sie gestalteten Fahnen, die als zeitgenössischer Gegenentwurf zu den historischen Propagandabannern verstanden werden sollen. Am Lustgarten, wo während der Olympischen Spiele 1936 das olympische Feuer stand, präsentierten die Schüler*innen ihre eigens entworfenen Fahnen in einer performativen Choreografie. Durch Bewegung, Körper, Architektur und Bildsprache entstand eine temporäre Inszenierung, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander in Beziehung setzte.
UNTITLED
ein Projekt mit einer Gruppe der Kurt-Schwitters-Schule
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2026 - Die (n)olympia Stadt
Künstler/innen: Various & Gould
Lehrerin: Gabriela Vasquez Pacheco
Im urbanen Raum spielen Fahnen eine wichtige Rolle - insbesondere bei großen Sportevents wie Olympia. Doch warum sind Fahnen für viele so wichtig und was sagen sie uns? In diesem Workshop beschäftigten sich die Jugendlichen künstlerisch mit dem Thema Fahnen, dekonstruierten sie und bauten ihre eigenen Fahnen. Gearbeitet wurde dabei viel mit, im und über die Stadt und konkret das Umfeld der Schule – insbesondere den Friedrichshain. Dort wurden sowohl Informationen und Materialien für die Fahnen gefunden als auch die Ergebnisse installiert. Ein wichtiger Aspekt des Projekts war die künstlerische Zusammenarbeit in Gruppen verschiedener Größen. Die Ergebnisse waren daher sowohl sehr persönlich als auch Resultate des Aushandelns in einer Gruppe.
Das Projekt wurde gefördert vom Bezirksamt Pankow mit Bezirksmitteln aus dem Projektfonds Kulturelle Bildung als Projektteil "ERbeLEBEN - Die Stadt als Spielplatz"





WHAT IF...? – EINE ZEITREISE DURCH BERLIN
ein Projekt mit einer Gruppe der Evangelischen Schule Berlin Zentrum
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2026 - Die (n)olympia Stadt
Künstlerin: Valeria Schwarz
Lehrer: Christian Babbel
2026 bewirbt sich Berlin um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036. Doch Berlin war schon einmal die olympische Stadt, im Jahr 1936 – unter der Nationalsozialistischen Diktatur. Was ist davon heute noch sichtbar? Und wie könnte ein anderes Olympia in der Zukunft aussehen? In diesem Projekt begaben sich die Jugendlichen auf eine Zeitreise zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gemeinsam erkundeten sie Orte der Olympischen Spiele von 1936, wie das Olympiastadion, fotografierten sie neu und arbeiteten zudem mit Archivbildern. Dabei wurden Fragen gestellt wie: Welche Geschichten erzählen diese Orte heute? Wer wurde damals sichtbar gemacht – und wer ausgeschlossen? Und wie könnte Olympia 2036 aussehen? Mit Collagen, Bildbearbeitung und anderen Interventionen veränderten die Schüler*innen die historischen Fotografien und verbanden sie mit eigenen Bildern und Ideen. So entstanden neue Perspektiven auf Geschichte und spekulative Zukunftsentwürfe zwischen Erinnerung, Realität und Fantasie.






Fotos von Elma Riza & Valeri Schwarz
NachSpielzeit
ein Projekt mit einer 9.Klasse der Carl-von-Linné-Schule
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2026 - Die (n)olympia Stadt
Künstler: Rahel Velia Jacob
Lehrerinn: Carola Seiboth
Viele olympische Dörfer und Austragungsstätten werden nach dem Ende der Olympischen Spiele sich selbst überlassen und verfallen. Oft fehlt es an einem Nachnutzungskonzept. Gemeinsam entwickelten die Jugendlichen in diesem Projekt Ideen und Entwürfe, wie solche Großbauten und Infrastrukturen nachhaltig genutzt werden können. Welche Nutzungen wünschen sich Kinder und Jugendliche für diese Räume? Wie können z.B. Materialien wie Sand, Eis, Wasser und große Rasenflächen weiter genutzt werden? Können olympische Bauten sogar so transformiert werden, dass sie die Stadt nachhaltiger machen?
Das Projekt wurde gefördert vom Bezirksamt Lichtenberg mit Mitteln aus dem Projektfonds Kulturelle Bildung als Projektteil von "Satellit ERbeLEBEN 2 - Die resiliente Stadt"






Fotos von Rahel Velia Jacob
WEIẞE ELEFANTEN
ein Projekt mit einer 8. Klasse der Kurt-Schwitters-Schule
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2026 - Die (n)olympia Stadt
Künstlerinn: Sol Undurraga
Lehrerinn: Gabriela Vasquez Pacheco
Was sind eigentlich „weiße Elefanten“? Der Ausdruck kommt aus Thailand. Dort galten weiße Elefanten als heilig. Könige schenkten sie manchmal reichen Menschen – aber nicht, um ihnen eine Freude zu machen. Die Tiere waren nämlich sehr teuer. Man musste sich gut um sie kümmern und viel Geld für sie ausgeben. So ein Geschenk konnte jemanden arm machen. Später wurde der Begriff auch für Gebäude benutzt. „Weiße Elefanten“ sind heute oft riesige und teure Bauprojekte, die nach kurzer Zeit kaum genutzt werden und viele Probleme machen. Auch Olympische Spiele können für Städte Folgen haben, wie zum Beispiel: hohe Schulden, steigende Mieten, mehr Tourismus, Verdrängung von Menschen, mehr Kontrolle und Polizei, Probleme für die Umwelt. Wenn Berlin für Olympia ausgewählt würde, würde sich die Stadt stark verändern. Vor den Spielen wäre alles aufregend: neue Gebäude, Veranstaltungen und viele Menschen. Aber was passiert danach? Was bleibt von diesen Veränderungen übrig? Und was passiert mit den Menschen, die die Stadt lebendig machen? Deshalb bauten die Schüler*innen ihren „weißen Elefanten“ aus Kartons. Sie entschieden im Projekt selbst: Soll der Elefant weiß bleiben?, Soll er bunt werden? Mit Graffiti? Mit Mustern? Oder ganz anders? Die Klasse entscheidet gemeinsam, wie die Stadt aussehen soll. Der Elefant wird dadurch mehr als nur eine Objekt. Er wird zu einem Zeichen dafür, wie ihr die Schüler*innen sich die Stadt in der Zukunft vorstellen.
Das Projekt wurde gefördert vom Bezirksamt Pankow mit Bezirksmitteln aus dem Projektfonds Kulturelle Bildung als Projektteil "ERbeLEBEN - Die Stadt als Spielplatz"





Fotos von Elma Riza - Lay Lay
MEIN REKORD
ein Projekt mit einer 9. Klasse des Max-Planck-Gymnasiums
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2026 - Die (n)olympia Stadt
Künstler/innen: Stiftung FREIZEIT (Markus Blösl)
Lehrer: Ulrich Riedl
Schneller, höher, stärker!
Angetrieben vom olympischen Geist treffen sich Sportler*innen aller Länder, um Höchstleistungen im Wettkampf zu vollbringen. Leistung um jeden Preis? Im Leistungssport versucht man, Leistung objektiv zu messen, um im Wettbewerb zu konkurrieren und neue Rekorde aufzustellen. Oder ist Leistung eine Frage der
Perspektive?
In der Installation „Mein Rekord!“ geht es um Die persönlichen Rekorde. Es zählen nicht die Sekunden, Meter oder Gewichte, sondern Selbsteinschätzung, Vielseitigkeit und die Gemeinschaft. Denn manche Herausforderungen sind nur durch Kreativität oder Kollektivität zu lösen.
„Mein Rekord“ ist eine partizipative Installation. Im Bärenzwinger und im Köllnischen Park luden die Schüler*nnen die Besucher*innen ein, die entwickelten Stationen mit Herausforderungen auszuprobieren, die teilweise mit den räumlichen Besonderheiten des Bärenzwingers und seiner Geschichte in Zusammenhang stehen.






Fotos von Elma Riza
A BËARGAME
ein Projekt mit einem Kunstkurs der ESBZ
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2025 - Die Stadt als Spielplatz
Künstler: Rubén González Escudero
Lehrerin: Edyta Lysko
Bei diesem Projekt analysierten die beteiligten Schüler*innen den Bärenzwinger, um ein vom Ort inspiriertes Brettspiel zu entwickeln. Dabei definierten sie Spielregeln und hinterfragten spielerisch die Regeln, nach denen wir uns im urbanen Raum bewegen und verhalten. Abschließend entwickelten sie ein menschengroßes Modell, in dem auch Erwachsene nachempfinden können, wie es war, als Kind auf der Straße zu spielen.





Fotos von Elma Riza
ACTIVATING PUBLIC SPACES
ein Projekt mit zwei 9. Klassen des John Lennon Gymnasiums
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2025 - Die Stadt als Spielplatz
Künstlerin: Paula Vidal
Lehrerin: Katharina Hoffmann
Activating Public Spaces ist ein Projekt, das darauf abzielt, den Schülern Werkzeuge an die Hand zu geben, um den urbanen Raum aus einer spielerischen Perspektive zu analysieren und zu transformieren. Ziel ist es, den öffentlichen Raum als interaktive und zugängliche Umgebung neu zu denken, in der bestehende städtische Elemente zu aktiven Bestandteilen eines kollektiven Spiels werden.
Durch eine Reihe von Aktivitäten wie Mapping, schnelle Interventionen und eine vertiefte Intervention verwandeln die Schüle*innen den Weinbergplatz in einen dynamischen Spielraum. Durch die Umgestaltung von Elementen wie Bäumen, Bänken, Laternen und Treppen soll ihre traditionelle Nutzung neu definiert werden, um neue Interaktionsmöglichkeiten mit dem Raum zu schaffen und eine aktive, partizipative Raumgestaltung für alle Nutzer zu fördern.






Fotos von Elma Riza
ERKUNDE DER SCHWELLE
ein Projekt mit zwei Leistungskurs-Klassen des John-Lennon-Gymnasiums
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2024 - Caring City
Künstlerin: Paula Vidal
Lehrerinnen: Mayte Schubert & Eliana Heredia
Die Interventionen, die die Gruppe von Schüler*innen in der Klosteruine umsetzen, zielen darauf ab, das Konzept der physischen Grenzen innerhalb der Stadt zu erkunden, insbesondere im Rahmen des Jahresthemas Caring City. Diese alte Franziskanerkirche - eines der wenigen Überbleibsel des mittelalterlichen Berlins - war Teil eines Klosters, das einen geschlossenen Gemeinschaftsraum im städtischen Gefüge darstellte. Die Kirche selbst markierte die Schwelle zwischen dem Göttlichen und dem Halbgöttlichen des Klosters, während die Mauer eine weitere Grenze zwischen dem Halbgöttlichen und dem Profanen der umliegenden Stadt setzte.
Der Bau bewahrt nicht nur dieses historische Erbe, sondern ist gleichzeitig ein wichtiger Raum für Reflexionen und künstlerische Erkundung der Grenzen des Urbanen in der heutigen Stadt. Im Einklang mit dem Thema Caring City untersucht die Gruppe, wie die Beachtung und Pflege dieser Schwellen zu einer inklusiveren und bewussteren Stadt beitragen können.





Fotos von Elma Riza
STÄDTE WERDEN WILD
ein Projekt mit Schüler*innen des 4. bis 6. Jahrgangs
der Evangelischen Schule Berlin Mitte
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2024 - Caring City
Künstler: Rubén González
Lehrerin: Ariane Konetzka
Ausgehend von den Konzepten von Caring City und Defensive Architektur werden wir darüber nachdenken, wie interurbane Räume gestaltet werden und insbesondere die Stadtmöbel und andere Objekte, die auf der Straße stehen. Anschließend werden die Schüler*nnen sie mit einem empathischeren und menschlicheren Ansatz neu gestalten.
Als Ort wird sich die Schule mit dem Bärenzwinger und dessen Umgebung beschäftigen.





Fotos von Elma Riza
KinderStadtGarten
ein Projekt mit der 4b Klasse der Grundschule Neues Tor
für Urbane Künste ERbeLEBEN 2024 - Caring City
Künstler: José Contreras
Lehrerin: Ariane Konetzka
Dieses Workshop-Projekt lädt Kinder dazu ein, die Welt des urban gardenings als eine Aktivität zu entdecken, die sowohl die natürliche als auch die emotionale Entwicklung der Menschen in der Stadt fördert.
Urbane Gärten sind nicht nur grüne Oasen in der Stadt, sondern auch ein Herzstück von Care und Zusammenarbeit unter Stadtbewohner*innen. Durch die Bepflanzung und die gemeinsame Arbeit kultivieren wir das Leben, fördern die Verbindung zur Gemeinschaft und das Gefühl der Zugehörigkeit zu unseren Vierteln.
In sechs praktischen Workshops lernen die Kinder nicht nur, wie man in unserer städtischen Umgebung pflanzt und erntet, sondern auch, wie man Zusammenarbeit und Umweltbewusstsein fördert.
Als Standort für das Projekt wurde der Himmelbeet-Garten in Berlin Wedding gewählt. Das Himmelbeet ist ein kollektiver gemeinschaftlicher Garten. Dieser Raum erscheint aufgrund seines sozialen und kollektiven Ansatzes für den urbanen Anbau als idealer Ort für die Entwicklung des Workshops. Das Himmelbeet gärtnert sozial-ökologisch und arbeitet für mehr Gerechtigkeit, mehr Miteinander und mehr Perspektive.





Fotos von Elma Riza
WIDERSTA(N)DT [2]
ein Projekt mit der 6. Klasse der Grundschule Neues Tor
für MIT, AUS, UM…wie NUTZEN wir die Stadt?
Künstler: José Contreras Aguad
Lehrerin: Sofia Ferreira
Dieser Workshop lädt die Schüler*innen dazu ein, über die Wiederverwendung bestehender urbaner Räume und Gebäude für neue Nutzungen in der Stadt als Orte intelligenter und nachhaltiger urbaner Produktion nachzudenken. Inwiefern achten diese sowohl auf die ökologischen Auswirkungen, die ihre Entwicklung mit sich gebracht hat, als auch auf die Erinnerungen der Orte, die bereits bewohnt sind?
Der Hamburger Bahnhof ist ein gelungenes Beispiel für die Möglichkeit, einen stillgelegten Ort in der Stadt – einen alten Bahnhof – in ein Zentrum für Kunst und Kultur umzuwandeln.






Fotos von Elma Riza und José Contreras Aguad
WIDERSTA(N)DT [1]
ein Projekt mit der 11. Klasse der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule
für MIT, AUS, UM…wie NUTZEN wir die Stadt?
Künstler: José Contreras Aguad
Lehrer: Robert Günther
Dieser Workshop lädt die Schüler*innen dazu ein, über die Wiederverwendung bestehender urbaner Räume und Gebäude für neue Nutzungen in der Stadt als Orte intelligenter und nachhaltiger urbaner Produktion nachzudenken. Inwiefern achten diese sowohl auf die ökologischen Auswirkungen, die ihre Entwicklung mit sich gebracht hat, als auch auf die Erinnerungen der Orte, die bereits bewohnt sind? Um uns dem Thema praktisch zu nähern, werden wir das Zentrum für Kunst und Urbanistik ZK/U untersuchen, das in der Vergangenheit als Güterbahnhof genutzt wurde.




Fotos von Elma Riza
DIE SPRACHE DER STADTPFLANZEN
ein Projekt mit der 11. Klasse des John-Lennon-Gymnasiums
für MIT, AUS, UM…wie NUTZEN wir die Stadt?
Künstlerin: Lorène Blanche Goesele
Lehrerin: Marina Bertucelli
Pflanzen im urbanen Raum tragen zu unserem alltäglichen Wohlbefinden bei. Sie wachsen, sobald sie Raum finden, ganz ohne unser Zutun: zum Beispiel in Betonspalten, zwischen Pflaster- und Mauersteinen und auf den ungemähten Wiesen der Straßeninseln. Wir nähern uns der urbanen Pflanzenwelt an und recherchieren, wie Pflanzen als lebendige, intelligente und soziale Wesen agieren. Wie setzen sie ihre Sinne dafür ein, kommunizierende Netzwerke zu kreieren, über die sie sich untereinander und u.a. auch mit Insekten austauschen? Welche (gebauten) Grenzen hindern sie und uns daran, ein symbiotisches Zusammenleben im Stadtraum zu erleben? Wir machen Übungen, durch die wir unseren Blick auf die urbane Pflanzenwelt schärfen, mischen Saatgutbälle, pflanzen diese und übersetzen die Sprache der Pflanzen mit unseren Worten. Wie könnte unsere Stadt aussehen, wenn der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt stehen würde?



Fotos von Lorène Blanche Goesele und Vanessa Goeppner








Fotos von Elma Riza
ORTEN EINE STIMME GEBEN
ein Projekt mit der 8.Klasse des Max-Planck-Gymnasiums
für MIT, AUS, UM…wie NUTZEN wir die Stadt?
Künstler*innen: Rahel Jacob & Lukas Rosier
Lehrerin: Birgit Nonnast
MIT, AUS, UM … wie NUTZEN wir die Stadt? Dies ist keine neue Frage. Seit Menschen in Städten leben, wird sie immer wieder gestellt. Historisch wurde die Nutzung von Städten mit der Weltanschauung beantwortet, die in der jeweiligen Epoche gegenwärtig war. So wird im urbanen Raum sichtbar, wie eine Weltanschauung die nächste Weltanschauung ablöst. Ein endloser Kreislauf aus Zerstörung und Neubeginn.
Objekte und Orte sind historisch entstandene Entitäten - mit eigener Identität. Mit Hilfe von temporären Installationen geben wir diesen Entitäten eine Stimme, durch die sie mit uns kommunizieren können.
Was haben die Orte uns zu sagen?
Was können wir von ihnen lernen?
Was haben sie erlebt?
Wo wollen sie hin?
Wir sind überzeugt, dass in einer Welt, die von exponentieller globaler Beschleunigung geprägt ist, es nicht verkehrt ist, inne zu halten, zuzuhören und aus Erfahrungen zu lernen. Deshalb möchten wir die Ausgangsfrage umdrehen:
Wie möchte die Stadt MIT, AUS, UM … GENUTZT werden?




Fotos von Lorène Blanche Goesele



Fotos von Elma Riza
ORGANISMENDEMOKRATIE BERLIN, OSLOER STRASSE
ein Projekt mit der 11.Klasse des John-Lennon-Gymnasiums
für MIT, AUS, UM…wie NUTZEN wir die Stadt?
Künstlerin: Club Real (Marianne Ramsay-Sonneck)
Lehrerin: Marina Bertucelli
Stadtentwicklung heißt meistens: Etwas Neues bauen. Und dann gibt es die andere Richtung: Beschützen, was schon da ist, wie zum Beispiel Denkmalschutz. Aber was, wenn Stadtentwicklung bedeutet, mit den vorhandenen Gegebenheiten neu umzugehen?
Diesen Ansatz verfolgt die Organismendemokratie in dem Pionierwald, der in der Osloer Straße zwischen Nummer 107 und Nummer 108 wächst. Ein neues politisches System wird erprobt, in dem alle Lebewesen die gleichen Rechte haben. Zusammen mit den Schüler*innen des John Lennon Gymnasiums werden Speziesparterschaften als Grundlage für inklusive Stadtentwicklung geknüpft.
Wenn der Grünspecht mitreden könnte, in welche Richtung würde Stadtentwicklung dann gehen?




Fotos von Elma Riza
SCHATTENSTADTTHEATER
ein Projekt mit den Besucher*innen des KO-Markts am Haus der Statistik
für Die Solidarische Stadt 2022
Künstler: José Contreras Aguad
Die Besucher*innen des Winter KO-Markts am Haus der Statistik denken über den Wert der Solidarität für unser Zusammenleben in der Stadt nach und gestalten eine szenografische Darstellung der Räume und Akteur*innen der großen Gemeinschaft die unsere Stadt bildet. Die dabei entstehenden Schattenfiguren bilden Dialoge und Geschichten nach, in denen urbane Solidarität in unserer kollektiven Vorstellung erzählt werden.

Foto von José Contreras Aguad
WELCHE STIMMEN STIMMEN? ÜBER SOLIDARITÄT UND KOLLEKTIVITÄTIT
ZU BESUCH BEI DER DOCUMENTA KASSEL
ein Projekt der 12. Klasse des John-Lennon-Gymnasiums
für Die Solidarische Stadt 2022
Künstlerin: Leicy Valenzuela
Lehrerinnen: Mayte Schubert und Eliana Heredia
Dieses Projekt beginnt in der Schule, setzt aber das Thema der diesjährigen documenta fort. Wir schaffen einen Raum für Reflexion über die Freiheiten und Grenzen der Kunst. Wir fragen uns: was ist Kunst, für wen wird sie gemacht, wie frei und solidarisch kann sie sein?

Clip: Raquel Gomez Delgado (Kamera und Schnitt)








Fotos von Raquel Gomez Delgado
MOBILE GRAFITI
ZU BESUCH BEI DER DOCUMENTA KASSEL
ein Projekt mit dem Kunst-LK des Max-Planck-Gymnasiums
für Die Solidarische Stadt 2022
Künstler: Xavier Krylik Chavigny
Lehrerinnen: Ulrich Riedl
Graffiti werden im Allgemeinen illegal auf Wände gemalt, die sich nicht bewegen. In diesem Projekt werden mobile Graffiti erfunden, die legal installiert und fotografiert werden können, wo auch immer sie platziert werden.

Trailer von Raquel Gomez Delgado


















Fotos von Xavier Krylik Chavigny und Raquel Gomez Delgado
BUNTE VISIONEN DES ZUSAMMENLEBENS AM ZK/U
ein Projekt mit der 11. Klasse der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule
für die Solidarische Stadt 2022
Künstlerin: Lorène Blanche Goesele
Lehrer: Robert Feix
Was nehmen wir wahr, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die belebte Welt lenken, die mehr als menschlich ist?
Inspiriert von der von Insekten, die andere Farben sehen als wir, experimentieren wir mit unserer Farbwahrnehmung. Was bedeutet Ressource aus Perspektive der mehr-als-menschlichen Lebewesen? Welche Wünsche an den urbanen Raum teilen wir?
Wieso berührt Gemeinwohl nicht nur die menschlichen Bewohner*innen, sondern alle Lebewesen, die mit uns den urbanen Lebensraum teilen? Wie können wir uns davon distanzieren, Lebewesen anderer Spezies vor allem als Ressource zu sehen?
Wir laden euch dazu ein, die lebendige Umgebung mit neuen Augen zu sehen.

Clip: Raquel Gomez Delgado (Schnitt), Lorène Blanche Goesele (Kamera)










Fotos von Lorène Blanche Goesele
ZEITKAPSEL IN DIE UTOPIE
Ein Projekt von der Kursstufe 12 der ESBZ
für [SM]ART CITIES 2021
Künstler*innen: Markus Blösl, Valeria Schwarz
Lehrer*innen: Ole Schmidt, Iris Musolf
Die Architektur des II. Bauabschnittes der Karl Marx Allee entstand aus einer gesellschaftlichen Utopie des modernen sozialistischen Systems der DDR. Ist eine Wiederkehr der Utopie nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Regime 1989/91 möglich? Das Projekt Zeitkapsel in die Utopie versteht Utopie nicht als gescheiterten Plan oder als in der Zukunft verankert, sondern macht sich auf die Suche nach der heutigen Rolle und den Möglichkeiten von Utopien. Die Schüler*innen versuchen mit den Zukunftsvisionen ihrer Wunschstadt gesellschaftliche Prozesse zu verstehen und neue Schnittstellen zu denken. Für das Viertel der Karl-Marx-Allee konzipieren und bauen sie Installationen, die auf eine Aktivierung der sinnlichen Wahrnehmung der Benutzer*innen abzielen und mit unterschiedlichen Aus- und Einblicken die Stadtvisionen der Schüler*innen in der gebauten Zukunftsvision der ersten DDR-Generation überlagern. Die einzelnen Zeitkapseln kommunizieren unterschiedliche Schwerpunktthemen wie zum Beispiel „Umwelt“ an die Allgemeinheit und machen dabei gleichzeitig das Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum erfahrbar. Die politisch-ideologische Vorgeschichte der Karl-Marx-Allee und das gegenwärtige Projekt Kunst im Stadtraum an der Karl-Marx-Allee bilden den konzeptionellen Rahmen.
Einerseits ist die Karl-Marx-Allee ein wichtiges städtebauliches DDR-Zeugnis ihrer gesellschaftlichen Utopie und wird zum Ausgangspunkt für die Schüler*innen auf der Suche nach den Utopien ihrer Wunschstadt. Andererseits vermitteln vier temporäre Kunstprojekte in der Karl-Marx-Allee den Schüler*innen die Möglichkeiten von Kunst im Stadtraum und dienen als Inspiration für die Umsetzung der Installationen, die die Visionen der Schüler*innen beleuchten und mit der Allgemeinheit teilen.








Fotos von Lorène B. Goesele
















Fotos von Valeria Schwarz
AESTHETISTIK: VON QUANTITATIVEN INFORMATIONEN ZU ÄSTHETISCHEN ERGEBNISSEN
ein Projekt mit der 7. Klasse des Max-Planck-Gymnasiums
für Die Stadt als Politisches Gesamtkunstwerk 2019
Künstlerin: Vanessa Farfán
So viele Fensteröffnungen, Türen, Treppen und Gänge! Wie die Schüler*innen während der Entdeckungstour mit Nina, Mitglied der ZUsammenKUNFT Berlin eG, festgestellt haben, könnte man sich hier leicht verlaufen. Ein abenteuerlicher Ort mit wiederkehrenden räumlichen Systemen, die in ihrer Kombination trotzdem verwirrend wirken! Gemeinsam mit der Künstlerin Vanessa Farfán haben die Teilnehmer*innen diese Eindrücke der räumlichen Wiederkehr und Verschachtelung in Papiermodelle von dem Gebäudekomplex übersetzt. Dabei experimentierten sie mit der von Farfán selbstentwickelten Methode der AeSthetistik, einem Wortspiel aus Ästhetik und Statistik, als Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen und ästhetischen Erfahrungen.













Fotos von Yannick Spiess und Lorène B. Goesele
DIE GESCHICHTE DES HOLZMARKTS IN SCHWARZ/WEISS
ein Projekt mit der 9. Klasse des Max-Planck-Gymnasiums
für Die Stadt als Politisches Gesamtkunstwerk 2019
Künstler*innen: von Juan Chacón, Valeria Schwarz
Gemeinsam mit der Künstlerin Valeria Schwarz und dem Architekten Juan Chacón inszenierten die Schüler*innen ein Schattentheater über die Wege und Hürden der Geschichte des Holzmarkts, wie er durch den Einsatz von Bürger*innen vom Club zur Stadtvision geformt wurde. Da der Holzmarkt von einzelnen Akteur*innen organisiert und umgesetzt wurde, verkörpert er eine selbstorganisierte Form der Stadtplanung. Hier ist so viel los, die Dynamiken sind erhitzt und es ist gar nicht leicht, den Durchblick zu behalten! Die Bauformen vor Ort, die Rolle der beteiligten Akteur*innen und die politischen Ereignisse haben die Teilnehmenden als Ausgangspunkt für die Dramaturgie interpretiert. Die Narrative wurden dabei aufgeschrieben und zu einem Hörspiel vertont, so dass es während der Ausstellung im Zusammenspiel mit der Installation des Schattentheaters angehört werden konnte.











Fotos von Yannick Spiess und Lorène B. Goesele